The Dart Side of Life - Die Adrian Geiler Kolumne #7: Das Darts-Jahr 2026:Ein Jahr voller Highlights und neuer Chancen!
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Hallo liebe Dartsfreunde,
die neue Darts-Saison läuft – und fängt so an, wie sie aufgehört hat. Luke Littler gewinnt den Auftakt mit dem World Masters und kommt dem Career Grand Slam einen Schritt näher. Nur noch die European Darts Championship und der World Cup of Darts und er hat alles erreicht, was ein Spieler im Darts erreichen kann. Theoretisch schafft er das dieses Jahr – als Teenager. Vor ein paar Jahren war so etwas im Darts noch unvorstellbar.
Aber Luke Littler hebelt Darts-Naturgesetze aus. Mehr oder weniger im Alleingang hat er auch dafür gesorgt, dass wir in eine gewaltige neue Darts-Saison gestartet sind. Aufgrund des neuen TV-Vertrags in UK ist so viel Preisgeld im Darts wie noch nie zuvor. Davon bekommen auch die Spieler und Spielerinnen etwas ab. Das bedeutet: Es gibt immer wieder goldene Chancen, der Karriere den entscheidenden Push zu geben. Und für mich gibt es jeden Monat (mindestens) einen absoluten Hingucker.
FEBRUAR: Poland Darts Open
Zum ersten Mal gastiert die European Tour in Polen. Nach drei außerordentlich erfolgreichen WorldSeries-Turnieren hat die PDC genug gesehen und schickt mit der „Greatest Tour in Sports“ ein Ranking-Turnier nach Krakau – und dann auch noch als erstes Turnier der neuen Saison. Vor allem für die polnischen BULL’S-Spieler Krzysztof Ratajski, Tytus Kanik und Krzysztof Kciuk wird das ein ganz besonderes Turnier (sollten sich die beiden letztgenannten qualifizieren).
MÄRZ: Die UK Open
Wer über die UK Open spricht, benutzt gerne den Begriff „FA Cup“ des Darts. Warum sagen wir in Deutschland eigentlich nicht „DFB-Pokal des Darts“? Naja, wie dem auch sei: Es ist jedes Jahr wieder ein unbeschreibliches Darts-Festival. 160 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, ein pickepackevoller erster Tag mit 128 Spielen auf acht Bühnen, dazu die Live-Auslosung auf der Bühne (dieses Jahr erstmals ohne John McDonald). Ich habe dieses Turnier mehrmals begleitet. Das sind die intensivsten Dartstage des Jahres.
APRIL: Der Power-Monat
So viel Darts wie im April wird in keinem anderen Monat gespielt. Fünfmal Premier League in u.a. Manchester (Luke Littlers Heimspiel), Rotterdam (Gian van Veens & Michael van Gerwens Heimspiel), Liverpool (Stephen Buntings Heimspiel). Dazu zwei EuropeanTour-Turniere (Ostern traditionell in München, dazu: im EuropeanTour-Evergreen-Austragungsort Sindelfingen), vier Players Championship Turniere und vier EuropeanTour-Qualifier. Und dann auch noch der zweite Block der Development Tour, wo insbesondere die BULL’S-Titelträger in dieser Serie zu den Favoriten zählen: Leon Weber und Danny Jansen. Und Felix Springer will hier in die Fußstapfen seines Bruders Niko treten.
MAI: Die Premier League Playoffs
Bei keinem anderen Turnier außerhalb der WM kann der Sieger so viel Preisgeld mitnehmen wie in der PremierLeague. Insgesamt gehen 1,25 Millionen Pfund an die acht Auserwählten. Wer die Königsklasse gewinnt, kassiert 350.000 Pfund. Und das Ganze entscheidet sich in der O2-Arena, vor 14-15.000 Fans. Das ist ein Blockbuster-Tag im Darts. Das Finale der PremierLeague ist eines der größten Money-Games des Sports.
JUNI: Der World Cup of Darts
Bei keinem Darts-Turnier in 2026 wird es so bunt und international wie bei der Team-WM in Frankfurt. Und wahrscheinlich ist bei keinem Turnier die Chance auf einen deutschen Majortitel so groß wie hier. BULL’S-Spieler Martin Schindler wird Team Deutschland wieder anführen. Mit Gabriel Clemens und Ricardo Pietreczko stand er bereits im Halbfinale. Geht es dieses Mal weiter? Und wie schlägt sich BULL’S-Rückkehrer Cristo Reyes, der Kapitän für Spanien?
JULI: Das World Matchplay
Darts ist ein Wintersport?! Pah! So ein Quatsch. Das World Matchplay ist ein Muss für jeden Dartsfan. Gespielt in einer goldenen Halle, in einer Bullenhitze, mitten im Hochsommer am Meer. Hier werden Legenden geboren. Mit BULL’S-Spieler Niko Springer feiert ein vielversprechendes Talent aus Deutschland dieses Jahr aller Voraussicht nach sein Debüt. Damit ist er automatisch ein Player-To-Watch in Blackpool.
AUGUST: Das finale Wochenende der NextGen
Etwas beschaulicher geht es auf der Förderserie für den deutschsprachigen Raum der PDC Europe zu. Aber das soll nicht heißen, dass hier rumgedullt wird. Ganz im Gegenteil: Die letzten beiden Wochenenden mit jeweils zwei Turnieren in Sindelfingen werden ein Hauen und Stechen. Denn es geht um 16 Plätze in der SuperLeague. Und die führt bekanntlich direkt in den Allypally. Fragt nach bei BULL’S-Spieler Arno Merk.
SEPTEMBER: Der World Grand Prix
Wer bei DIDO zuerst an eine 54-jährige britische Musikerin denkt, beweist Geschmack, aber liegt im Dartskosmos daneben. DIDO (Double In Double Out) ist der Spielmodus des drittältesten Majorturniers der PDC: Dem World Grand Prix. Erst, wenn ein Doppel getroffen wird, kann losgelegt werden mit dem Scoring. Das lässt das Momentum einer Partie unaufhörlich schwanken. Ein Turnier, in dem alles passieren kann. Übrigens: BULL’S Spieler Niko Springer hat es in diesem Modus schon mal geschafft, einen Neundarter zu werfen. In der Premierensaison der Next Gen 2024.
OKTOBER: European Darts Championship
Deutschland scheint der wunde Punkt von Luke Littler zu sein. In der Bundesrepublik hat der Doppelweltmeister noch nie ein Turnier gewonnen – in keiner Turnierserie. Das muss er ändern, wenn er den Career Grand Slam vollenden möchte. An das Saisonfinale der European Tour in Dortmund hat auch BULL’S-Profi Jermaine Wattimena tolle Erinnerungen: 2024 stand er hier in seinem ersten Majorfinale.
NOVEMBER: TCH Qualifier
Grand Slam? Geschenkt, auch wenn es mit 48 Teilnehmer und Dreiergruppen ein neues Format geben wird zum 20-jährigen Jubiläum. Players Championship Finals? Nett, auch ein cooles Turnier im November. Aber ich freue mich am allermeisten auf den Tag danach. Nach der WM-Generalprobe gibt’s die letzte Chance für alle noch nicht qualifizierten Tourcardholder, sich einen Platz im Allypally zu ergattern. Und direkt im Anschluss schalten wir voll in den WM-Modus mit der Auslosung für das Spektakel im Allypally.
DEZEMBER: Die Weltmeisterschaft
Braucht ich noch mehr sagen? Das Jahreshighlight, der Saisonhöhepunkt, wieder mit einem Preisgeld einer Million Pfund für den Weltmeister oder die Weltmeisterin. Bei mir kribbelt es jetzt schon, wenn ich nur daran denke.
Das Jahr 2026 kann kommen.
Game on,
euer Adrian
